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Wissensmanagement auf Basis von Social Software

Wortwolken – Das Wichtigste auf den ersten Blick?

Wortwolken von Städten können verdeutlichen, ob diese im Web international oder eher regional verankert sind, die Hochschule oder ein Wirtschaftsunternehmen sehr stark Einfluss nimmt etc. oder - wie im Fall von Frankfurt /Main - das Image des Business-Spots und Verkehrsknotenpunktes dominiert.

 

 

 

 

 

Wortwolken waren vor Jahren ein echter Trend, kaum eine Website, die ohne sie ausgekommen ist. Mal waren es die häufigsten Themen-Schlagwörter (oft über die sog. Tags einzelner Artikel generiert), mal die häufigsten Suchbegriffe der Website, die über Wortwolken abgebildet wurden. Die interessantesten Anwendungen versuchen darüber inhaltliche Aspekte auf den ersten Blick sichtbar zu machen, wie zum Beispiel die US Presidential Speeches Tag Cloud. Hier erkennt man unmittelbar die inhaltliche Ausrichtung der Reden amerikanischer Präsidenten zwischen 1776 und 2007.

Wir experimentieren bei [di] schon sehr lange mit diesem Werkzeug. Eine Anwendung bei der wir diese Wortwolken einsetzen ist unser sog. Webthemen-Check. Die These dahinter lautet: Wer bei Google eine Suche absetzt, erhält in den ersten 10 bis 20 Treffern ein thematisches Bild vermittelt, das in zunehmender Weise die Meinung der Menschen beeinflusst. Wer also ein Thema oder eine Marke ganzheitlich betrachten möchte, dem darf die Zusammensetzung der Suchergebnis-Listen nicht gleichgültig sein.

Jetzt kann jeder bei Google selbst überprüfen, was zu einem Thema, einer Marke oder auch einem Unternehmen in den Suchergebnislisten zu finden ist. Doch dieser Vorgang ist in jedem Fall langwierig. Der Webthemen-Check übernimmt die Aufgabe, die Suchergebnisse zu prüfen und führt die dort verlinkten textlichen Inhalte (nach diversen Filtervorgängen, bei dem nicht relevante Begriffe und Wörter entfernt werden) zu einer Wortwolke zusammen. Diese Wortwolken lassen also Rückschlüsse auf die Positionierung einer Marke bzw. eines Produktes zu, indem sie das Wortumfeld im Web abbilden.

Insbesondere Organisationen, die bislang noch nicht breit im Internet vertreten sind oder selbst nicht genügend Ressourcen für regelmäßiges Monitoring haben können mit einem Themencheck relativ einfach und kostengünstig überprüfen, ob das eigene Vorstellungsbild mit der Wahrnehmung im Netz übereinstimmt. Der Hersteller eines Markenartikels kann beispielsweise mithilfe dieser assoziativen Methode sehen, ob sein Produkt im Internet tatsächlich den Stellenwert einnimmt, den er sich wünscht bzw. in welche Richtung seine Marketingmaßnahmen zielen sollten. Wir haben die Wortwolke auf Basis des Webthemenchecks für einen Pharmahersteller erstellt und konnten interessante Schlussfolgerungen über die Relevanz eines bislang  unterbewerteten  Anwendungsgebietes für sein Präparat ableiten.

Noch spannender finden wir die Kombination einer Google-Keyword-Analyse mit einem Blog- und Forencheck sowie einer Webthemencheck-basierten Wortwolke, um ein Online-Image zu skizzieren – nicht zuletzt als Basis bei der Planung von Social-Media-Maßnahmen.